Rüsselsheim richtet neues Gleichstellungsgremium für 2026 bis 2031 ein

Rüsselsheim richtet neues Gleichstellungsgremium für 2026 bis 2031 ein
Rüsselsheim richtet neues Gleichstellungsgremium für 2026 bis 2031 ein | Bild: Stadt Rüsselsheim

Der Magistrat von Rüsselsheim am Main hat die Bildung einer Frauenkammer für die Legislaturperiode 2026 bis 2031 beschlossen. Das Gremium soll als beratendes und vernetzendes Fachgremium des Magistrats in Fragen der Gleichstellung von Frauen und der Chancengleichheit fungieren.

Aufgabe und Zielsetzung

Die Frauenkammer wird auf Basis einer überarbeiteten Geschäftsordnung neu gebildet. Ihr Selbstverständnis umfasst Beratung, Empfehlungen und Vernetzung. Ziel ist es, die Beteiligung frauenpolitischer Akteurinnen zu sichern sowie dem Magistrat strukturierte fachliche Beratung zu liefern. Die Kammer versteht sich zugleich als Interessenvertretung für Frauen in der Stadt und soll dazu beitragen, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und Gleichstellung in allen kommunalen Handlungsfeldern zu verankern.

Themen und Arbeitsfelder

Als Schwerpunkte nennt die Stadt Themen, die die Lebensrealitäten von Frauen in Rüsselsheim am Main betreffen. Dazu gehören politische und gesellschaftliche Teilhabe, Erwerbsarbeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, Schutz vor Gewalt, Gesundheit, Bildung, Migration und Integration, Mobilität, Stadtentwicklung, soziale Sicherung sowie die Repräsentanz von Frauen in Gremien, im Ehrenamt und in der Öffentlichkeit.

Aufbau und Beteiligung

Die neue Geschäftsordnung soll die Vernetzung zwischen Politik, Verwaltung, Verbänden, Initiativen, Beratungsstellen und Fachkräften stärken. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen, insbesondere das Rüsselsheimer Frauennetzwerk, sollen gezielter eingebunden werden, damit gleichstellungsrelevante Anliegen frühzeitig in kommunale Beratungs und Entscheidungsprozesse gelangen.

Den Vorsitz der Frauenkammer übernimmt Stadträtin Heide Böcker in Vertretung des Oberbürgermeisters. Böcker sagte, mit der Frauenkammer werde der gleichstellungspolitische Dialog in Rüsselsheim am Main gestärkt. Das Gremium bringe unterschiedliche Perspektiven zusammen, benenne Handlungsbedarfe und gebe Impulse für eine Stadt, in der Frauen gleichberechtigt teilhaben und mitgestalten können.

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